Nadine Georgi

architektur. fotografie. grafik.

, ,

Pauls Architekten

Die Mitarbeit im acht-köpfigen Team forderte eine eigenständige Projektverantwortung für das Bearbeiten der Leistungsphasen fünf bis acht. Darüber hinaus war ich die kommunikative Schnittstelle zwischen Bauherren, Fachplanern und Behörden. Die privaten Bauprojekte, die ich in verschiedenen Phasen mitverantwortete, erstreckten sich vom Neubau eines Mehrfamilienhauses, der Sanierung und Erweiterung eines Mehrfamilienhauses bis hin zum Umbau eines Einfamilienhauses zum Mehrgenerationenwohnen – Lösungen wurden gefunden und realisiert.

Neubau mehrfamilienhaus

Die, auf der schwäbischen Alb, errichteten Miet-Wohneinheiten wurden in einer Kombination aus Mauerwerk und Stahlbeton geplant. Das Gebäude zeichnet sich durch drei Wohnebenen im Hang aus. Die Erschließung der Mieteinheiten erfolgt über den davor liegenden Laubengang. Drei Eingangstüren differenzieren die verschachtelten Zugänge hinter dem Holz Beschlag. Der Innenraum profitiert durch den fließenden Übergang zwischen gemeinschaftlichen und privaten Räumen –  während das Raumvolumen vor allem durch die große Fensterfront geöffnet und durch die Stahlbeton-Stürze in der Höhe unterteilt wird.

Sanierung und Erweiterung mehrfamilienhaus

Das Projekt der Sanierung und Erweiterung in Karlsruhe-Daxlanden baute auf einer Machbarkeitsstudie auf. Auf dem Grundstück bestanden ein Mehrfamilienhaus und ein Einfamilienhaus. Durch den Abbruch des Einfamilienhauses konnte die neue Baukubatur unmittelbar an das bestehende Treppenhaus anschließen. Die Herausforderung reibungslos an den Bestand anzuschließen, um mit der neuen Baukubatur des Grundstücks maximal auszunutzen und an das existierende Mehrfamilienhaus anzuschließen. Dies bot die Möglichkeit die neuen Wohneinheiten über das gleiche Treppenhaus zu erschließen und die Barrierefreiheit zu garantieren. Ab der Fertigstellung des Rohbaus übernahm ich die Verantwortung für die Bauorganisation und Kommunikation mit den verschiedenen Gewerken. Kurzfristige Änderungen an der Ausführungsplanung im Bestand und der Detailplanung für Neubau und Bestand für Küche, Bäder und WC’s setzte ich um. Hier stand ich in engem Austausch zu der Erbengemeinschaft, die den Bau beauftragt hatte. Nebenher wickelte ich die Themen der Vergabe/Rechnungsprüfung/Kostenkontrolle und -fortschreibung ab. 

Kurz vor der Abnahme für die Mieter hatte ich noch die „once-in-a-lifetime-experience“ eng mit dem SWR zusammenzuarbeiten, da das Projekt als Kulisse für den Stuttgarter Tatort „Unser Haus“ genutzt wurde.

Umbau und Erweiterung mehrgenerationenwohnen

Der Umbau eines Einfamilienhauses hin zum Mehrgenerationenwohnen zeigt einen beispielhaften Umbau der klassischen dörflichen Wohntypologie. Die bestehende Mauerwerksstruktur wurde transformiert hin zu einem offenen Wohnbereich. Ein gemeinsamer Eingang der Parteien bestärkt den familiären Austausch und vermeidet einem doppelten Platzbedarf, was die Gäste und Empfangsräume angeht. Um mehr Raum für die Parteien zu schaffen, wurde die bestehende Hausfläche um einen modernen Anbau in Holzbauweise ergänzt. Durch das neue Satteldach mit flacherem Winkel konnten auch die Räume im Obergeschoss mit neuen Qualitäten und Volumina überzeugen. Mit diesem Projekt konnte ich mein Repertoire um die hauptverantwortliche Werkplanung erweitern. Ich lernte Gewerke, die in den Projekten, welche ich vorher verantwortete, nicht betreute kennen. Neben dem engen Bauherrenaustausch baute ich meine Erfahrungen für die Erstellung von Leistungsverzeichnissen, das Prüfen der Angebote und die Erstellung des Bauablaufplanes aus.

wettbewerb mehrfachbeauftragung kita und wohnen

Bei der nicht-offenen Mehrfachbeauftragung der „evangelischen Stiftung Pflege Schönau“ für eine fünf-gruppige Kindertagesstätte und 40 (zum Teil) geförderten Wohneinheiten in der Karlsruher Waldstadt erarbeitete ich Konzept- und Entwurfspläne. Das Entwickeln der Grundrisse und Ansichten, die skizzenhafte Darstellungen der Entwurfsideen sowie die Erstellung der Plakate gingen einher mit dem Überprüfen den dazu gehörigen Berechnungen. Ein enger Kontakt bestand hierbei mit Züblin Timber, da die Teilnahme am Wettbewerb mit der Kooperation eines ausführenden Generalübernehmers Voraussetzung war.

neubau bürogebäude und hallenerweiterung

Nach meinen vielschichtigen Projekterfahrungen in der Wohnnutzung, setzte ich mich bei diesem Projekt mit einer gewerblichen Nutzung und deren Vorschriften/Anforderungen auseinander. Einerseits mit der Hallenerweiterung in einer Typstatik und andererseits mit dem dazu verschachtelten Neubau eines Bürogebäudes in Eggenstein-Leopoldshafen.  Das Überarbeiten der Genehmigungsplanung, gemäß neuer räumlicher Anforderungen der Büroflächen, welche sich durch die Corona-Pandemie verändert haben, brachte Tekturen der Werkplanung mit sich. Äußerst intensiv beschäftigte ich mich mit den Brandschutzmaßnahmen des in zweiter Reihe erbauten Gebäudes als auch mit der Kombination aus Stahlhalle- und Stahlbetonkonstruktion mit umlaufenden Fensterbändern. Durch dieses Projekt konnte ich meine Kompetenz und Systematik beim Erstellen der Leistungsverzeichnisse, welche sich in ihren Anforderungen zu den bisherigen Wohnnutzungen stark differenzierten, ausbauen. Darüber hinaus konnte ich meine Kommunikationskompetenz unter Beweis stellen, z.B. Angebots Einholung der diversen Gewerke. 

Weitere Informationen zu Wolfgang Pauls Freier Architekt