Nadine Georgi

architektur. fotografie. grafik.

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Architekturbüro Müller + Huber

Die Mitarbeit im ca. 75-köpfigen Team des Architekturbüro im Haus der Ingenieure (Oberkirch) stellt den Start in meine AiP (Architektin im Praktikum) Zeit dar. Während meiner Zeit im Büro habe ich die LPH5, Abteilung Werkplanung, unterstützt und konnte meine Kompetenzen erfolgreich weiter ausbauen. Nachfolgend präsentiere ich kurze Einblicke in die Projekte, bei denen ich unterstützend tätig sein durfte.

Kloster Gengenbach

Bevor ich auf die planerische Mitwirkung und Gebäude bei diesem Projekt eingehe, möchte ich einen kurzen Überblick geben, was das Vorhaben auf dem Areal um das Mutterhaus der Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu ist. Dieses verfolgt die langfristige Idee den Gebäudebestand um passende Nutzung zu ergänzen und/oder Nutzungen innerhalb des Areals örtlich neu zu konfigurieren, damit der Geist der Kongregation in die Zukunft übertragen wird. Es geht also darum, die Ressource Gebäude und Geist des Ortes so neu zu formen und die passende Räume zu entwickeln, dass die gebaute Umwelt der Kongregation zukunftsfähig transformiert wird.

St. Anna

Kurze Beschreibung: Der Umbau und die Sanierung des Gebäudes schreiben ihm neue Nutzungen zu und vereinen so eine Verwaltungsebene mit dem Schwesterwohnen. Diese räumliche Konfiguration beinhaltet das vorausschauende Konzept einer möglichen Umnutzung als bspw. Studentenwohnheim, wenn die Räume nicht mehr eigens durch die Kongression/Schwestern genutzt werden sollten, und sichert die Ressource des Gebäudebestandes langfristig.

Meine Projektbeteiligung: Da ich spät in der LPH 5 zu dem Projekt hinzukam, erstelle ich vor allem Detailpläne. Unteranderem plante ich die 18 Fliesenspiegel der Bäder des Schwesternwohnens als auch die Deckenspiegel aller Etagen, um die Angaben der Fachplaner zu prüfen und Kollisionen auszuschließen. Die Kollisionsprüfung von Aussparungen (HLS/E) gehörte ebenfalls dazu. Des Weiteren beschäftigte ich mich detaillierter mit der Umsetzung/Planung der neuen Absturzsicherung ins Bestandstreppenhaus unter der Prämisse des Erhalts des Bestandsgeländers. Hier erfolgte viel Klärung und technische Rücksprache mit dem Statiker, da die neue Absturzsicherung freistehend und ohne Lastabtragung an die denkmalgeschützten Podeste/Läufe integriert werden musste. Meine unterstützende Tätigkeit belief sich ausserdem auf vorbereitende Tätigkeiten der LPH 6 (z.B. Türlisten) und auf die Erstellung des zeichnerischen Teils für den Nachtrag zum Bauantrag, bzw. dem Prüfen des dazu angepasstem Brandschutzkonzeptes, dass sich bei diesem Projekt auf das gesamte Klosterareal beläuft.

Exerzitienhaus

Kurze Beschreibung: Die Sanierung, Umbau und Erweiterung des Exerzitienhaus wird das neue Kopfgebäude des Klosterareals. Die Kerzenwerkstatt, für die das Kloster bekannt ist findet ausgeweitete Räumlichkeiten und wird durch ein Café für die Verlängerung des Aufenthaltes ergänzt. Das Kopfgebäude schiebt sich wie ein Puzzlestück an den Bestand heran und öffnet sich mit einer Vorhangfassade zur Hauptstraße. Der neu entstehende Luftraum verbindet alle Ebenen und präsentiert die Wendeltreppe als Volumen. Im Erdgeschoss befindet sich eine Museumsebene, die die Werte und Historie des Ordens modern, und für alle zugänglich, präsentiert. In den oberen Geschossen wird ein Gasthaus die ehemaligen Räumlichkeiten der Schwestern neu beleben.

Meine Projektbeteiligung. Wie eingangs beschrieben ist das Projekt „Exerzitienhaus“ Schritt zwei der Transformation auf dem Klosterareal. Dieses Projekt konnte ich nach Einreichung des Bauantrages in die Werkplanung übernehmen und auf Werkplanungs-Standard anpassen. Planungen der Fachplaner (HLS/E/Brandschutz) wurden übernommen und teilweise die Räume, in Zusammenarbeit mit dem extern beauftragten Innenarchitekt oder Küchenplaner, umgeplant. Viele Zahnräder der detaillierten Fachplanung mussten mit dem Projekt in Einklang gebracht werden. Die Teilnahme am Planer Jourfixe und zum Teil Koordination der Projekt-Kleingruppen, brachten mir einen tiefen Einblick in die vielschichtige Zusammenarbeit aller Beteiligter am Anfang einer Werkplanung. Frühzeitig wurden bauprägende Details grundlegend entwickelt und viele Fragen dazu gestellt. Dankbar bei dieser Aufgabe war ich über die ständige Unterstützung der Projekt-Hauptverantwortlichen Kollegin.

EDEKA Abbruch und Neubau Lebensmittelmarkt, Freiburg-Tiengen

Dieses Projekt durfte ich direkt nach dem Bauantrag übernehmen. Von der hauptverantwortlichen Kollegin wurde mir viel Verantwortung überlassen, die Themen wie die Entwässerung (Lage, Verlauf und Berechnung), Außenanlagen (Planung und Berechnung), Brandschutz (Übernahme Fachplanung), Standard-Details (zu identifizieren und auszuformulieren), Geländemodell und Einrichtung (von den Fachplanern) auf Werkplanungs-Standard zu bringen.

Auch hier konnte ich der projektverantwortlichen Kollegin Aufgabenpakete abnehmen und zuarbeiten. In enger Absprache fielen darunter zum Beispiel die Entwicklung eines Werbekonzept oder Übersichtspläne für die Zonierung der unterschiedlichen Bodenbeläge

EDEKA Umbau Einkaufszentrum, Sinzheim

Das knapp 18.000 Kubikmeter Große Gebäude wurde im Bestand umgebaut und der Gesamtgrundriss neu eingeteilt. Bei diesem Projekt konnte ich zum einen Varianten bezüglich der Fassadengestaltung, als auch der Verkehrsregelung/-planung um das Areal und die Leitung auf der Parkplatzfläche entwickeln. In der Werkplanung unterstütze ich meine Kollegin, in Zusammenarbeit mit dem Bauleiter, bei dem Einarbeiten von Planungsänderungen während die während es Bau- und Entwicklungsprozess notwendig wurden.

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